Rainer Böhm

Rainer Böhm © Joachim Gern - Jazz In Concert - Pantheon Theater Bonn - Thomas Kimmerle
Rainer Böhm © Joachim Gern - Jazz In Concert-Pantheon Theater Bonn

Rainer Böhm Biografie

(Quelle – ACT MUSIC)

Der in Köln lebende Ravensburger Rainer Böhm wird von Kritikern seit Jahren zu den herausragenden deutschen Jazzpianisten gezählt.

Er studierte in Mannheim und Köln an der Musikhochschule Jazzklavier und Jazzarrangement und wirkte sowohl als Bandleader als auch als Sideman bei mehr als 50 CD – Einspielungen mit. Als vielgefragter Pianist hat sich der 40-jährige einen Namen in der internationalen Jazzszene gemacht. 
 
Auf ACT erschien 2011 das Album “Berlin – New York” von Rainer Böhm, zusammen mit dem Saxofonisten Ben Kraef und begleitet von John Pattitucci und Marcus Gilmore. Außerdem ist Böhm festes Mitglied des Trios von Bassist Dieter Ilg und hat in diesem Kontext in ACT Produktionen wie “Otello Live At Schloss Elmau”, “Parsifal”, “Mein Beethoven” und “B-A-C-H” mitgewirkt. Hier ist auch der Kern von Böhms musikalischem Selbstverständnis zu hören: Er gehört zu den Genre-Überwindern, für die Klassik und Jazz keine Gegensätze sind, sondern sich perfekt ergänzende Pole bei der immer im Mittelpunkt stehenden Aufgabe, mit der Musik Emotionen zu transportieren.

Die Basis dafür ist seine stupende Technik: Selten hat man eine linke Hand die rechte derart gekonnt in der Melodieführung und Akkordbegleitung abwechseln gehört wie auf seinem ersten Soloalbum „hýdōr“, das im Oktober 2018 in der „Piano Works“ Serie erscheint. Hier treffen wundervolle Auflösungen auf starke, rhythmische Akzente von harter Synkopierung bis zum ostinaten Ruhepuls. 
Bereits in jungen Jahren wurde er mit diversen Preisen ausgezeichnet (z.B. Jazzpreis der “Nürnberger Nachrichten”, Neuer Deutscher Jazzpreis, Preis für den besten Solisten bei den internationalen Jazzwettbewerben im Jahre 2002 in Hoeilaart/Belgien und 2005 in Getxo/Spanien, 2003 und 2007 Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik, 2007 den 1. Preis beim internationalen Piano Solo Wettbewerb in Freiburg und 2010 Landesjazzpreis Baden-Württemberg).
 
Als Sideman spielte Rainer Böhm  schon mit unzähligen Jazzgrössen, unter anderem mit Dave Liebman, John Patitucci, Mark Turner, Albert Mangelsdorff, Kurt Rosenwinkel, Ari Hoenig, Donny McCaslin und Randy Brecker.

Neben seiner Tätigkeit als Pianist unterrichtet Böhm zudem als Professor für Jazzklavier und Ensembleleitung an der Hochschule für Musik in Nürnberg und Mannheim.

Rainer Böhm – hydor

Rainer Böhm 1 - JAZZ IN CONCERT
Rainer Böhm hydor – ACT MUSIC

Alles fließt

(Quelle – ACT MUSIC)

„ACT ist auf einer Mission, der Welt Europas aufstrebende Jazzpianisten vorzustellen“, schrieb die britische Tageszeitung „The Guardian“ vor einigen Jahren. Tatsächlich ist der Piano-Jazz seit jeher essentieller Bestandteil der Label-DNA: Joachim Kühn, Esbjörn Svensson, Iiro Rantala und Michael Wollny haben es zu internationalem Erfolg gebracht, und auch jüngst macht mit dem Österreicher David Helbock ein neues Top-Talent auf sich Aufmerksam. Für die Präsentation der Soloklavier-Kunst hat Produzent Siggi Loch mit „Piano Works“ sogar eine eigene Reihe geformt. Mit „hýdōr“ stellt sich nun auch Rainer Böhm dieser Königsdisziplin.

Der 40-jährige in Köln lebende Ravensburger wird von Kritikern seit Jahren zu den herausragenden deutschen Jazzpianisten gezählt. In der breiten Öffentlichkeit hat Böhm aber noch nicht die Aufmerksamkeit gefunden, die ihm zusteht, obwohl er sich seit Jahren mit exzellenten Projekten, unter anderem mit Johannes Enders, Lutz Häfner oder Axel Schlosser, profiliert. 2016 gewann er mit dem Bastian Jütte Quartett nicht nur die vielleicht wichtigste Auszeichnung im deutschen Jazz, den Neuen Deutschen Jazzpreis, sondern auch noch den Solistenpreis. Als Professor an den Musikhochschulen in Nürnberg und Mannheim ist er darüber hinaus einer der jüngsten Lehrstuhlinhaber.

Bekannt ist Böhm auch als langjähriges Mitglied im Trio von Deutschlands Ausnahmebassisten Dieter Ilg. Der Erfolg der gefeierten und vielfach preisgekrönten Jazz-Anverwandlungen der Klassikfürsten Verdi, Wagner, Beethoven und Bach ist auch seinem Klavierspiel zu verdanken. Hier ist auch der Kern von Böhms musikalischem Selbstverständnis zu hören, wie man es auf „hýdōr“ in Reinkultur wiederfindet: Böhm gehört zu den Genre-Überwindern, für die Klassik und Jazz keine Gegensätze sind, sondern sich perfekt ergänzende Pole bei der immer im Mittelpunkt stehenden Aufgabe, mit der Musik Emotionen zu transportieren.

Diese Herausforderung löst er nun auch solo mit Bravour. Die Basis dafür ist seine stupende Technik: Selten hat man eine linke Hand die rechte derart gekonnt in der Melodieführung und Akkordbegleitung abwechseln gehört wie auf den zwei Teilen von Böhms „Bass Study“. Unnachahmlich auch wie Böhm auf „hýdōr“ Chromatik als Stilmittel einsetzt: Nicht nur bei Stücken wie „Querstand“, wo man dies schon vom Titel her erwarten kann, auch auf „Terzen“ brechen chromatische Wendungen den Wohlklang derselben spannend auf. Wundervolle Auflösungen gelingen Böhm damit, was verbunden mit starken rhythmischen Akzenten von harter Synkopierung bis zum ostinaten Ruhepuls genau den Effekt ergibt, den ein Titel wie „Expansion & Reduction“ beschreibt.

All dies verschafft Böhm den Raum für seine wichtigste kreative Quelle: seinen melodischen Einfallsreichtum. Immer wieder schälen sich unwiderstehliche Melodien heraus, ätherische, an Grieg erinnernde Miniaturen wie beim Titelstück „hýdōr“, schwer romantische wie im aufgewühlten „Catalyst“, fröhlich sprunghafte wie in dem Bebop artigen „Thumb Up, Broken Toe“ oder sanft lyrische wie bei „Hypo“. Faszinierend ist auch die rhythmisch überlagerte Melodie, welche in „Badi Bada“ über ein von der Linken durchgehaltenen minimal-music-cluster à la Philip Glass tänzelt.

Böhms Spiel, seine Kompositionen und Improvisationen berühren so stark, weil sie so subtil sind. Andeutungen statt ausgestellte Gefühle, reduzierte, sich überraschend wandelnde Themen statt plakative Motive ziehen den Hörer tief in Böhms immer etwas melancholische Welt hinein. „Das entspricht vermutlich meinem Wesen“, sagt er. Mit „hýdōr“ reiht sich Böhm eindrucksvoll und mit einer eigenen Stimme unter die großen Klavier-Romantiker ein und setzt die Reihe der „Piano Works“ würdig fort.


Thomas Kimmerle präsentiert JAZZ IN CONCERT

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Porträt
Thomas Kimmerle

Martin Sasse

Martin Sasse hat im Laufe seiner Bühnenkarriere mit nahezu allen Legends im internationalen Jazz zusammengearbeitet und zählt lange schon selbst zu den herausragenden Jazz-Pianisten in Europa.

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Thomas Kimmerle

Harry Allen

Gene Lees schreibt: “Stan Getz wurde einmal nach seiner Vorstellung vom perfekten Tenorsaxophon-Solisten gefragt. Seine Antwort war: Meine Technik, Al Cohns Ideen und Zoot’s Timing. Die Erfüllung dieses Ideals kann durchaus verkörpert werden, in… Harry Allen.”

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